Das Rad der Zeit und seine Weisheit

Ein schamanisches Samhain-Ritual am Roßberg, Parkplatz Roßwiesen, hinterste Feuerstelle.

31. Oktober 2026 · 16 Uhr · Roßberg

Wenn die Tage kürzer werden, die Natur sich zurückzieht und die Schleier zwischen den Welten dünner werden, beginnt eine besondere Zeit. Samhain ist die Schwelle zwischen den Zeiten – ein Moment des Erinnerns, des Loslassens und der Verbindung mit den Ahnen.

Am 31. Oktober versammeln wir uns am Roßberg zu einem schamanischen Ritual, das uns mit dem Rad der Zeit, den Ahnen, den Tieren und Pflanzen und der Weisheit kommender Generationen verbindet.

Wir eröffnen einen heiligen Kreis und räuchern den Platz. Mit Gaben ehren wir die Naturwesen und bitten um ihre Begleitung. Trommel, Gesang und die Kraft der Gemeinschaft führen uns aus dem Alltag heraus und hinein in einen Raum, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden sind.

Ein besonderer Teil des Rituals ist die Ahnenehrung. Wir wenden uns den Menschen zu, aus deren Leben wir hervorgegangen sind, und würdigen die weiblichen und männlichen Linien unserer Herkunft. Ein Stein wird dabei zum Träger unserer Ehrung und erhält seinen Platz im Kreis.

Anschließend wenden wir uns unseren älteren Verwandten zu – den Tieren und Pflanzen. Wir hören eine alte Geschichte von den Tieren des Waldes, die sich von den Menschen zurückgezogen haben und erst dann wiederkehren wollen, wenn der Mensch sich verändert und seine Verbindung zur lebendigen Erde wiederfindet.

Mit einer schamanischen Trancehaltung und dem Rufen der Tiere öffnen wir einen Raum, in dem wir die Tierwesen einladen, aus dem Wald zurückzukehren. Trommel, Tierlaute und gemeinsames Rufen lassen die ursprüngliche Verbindung zwischen Mensch und Natur wieder lebendig werden.

Wenn die Tiere zurückgekehrt sind, entzünden wir ein Licht an einem Stein und erinnern uns daran, dass Veränderung immer dort beginnt, wo ein Mensch bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sein eigenes Licht in die Welt zu tragen.

Ein weiterer Höhepunkt ist die geführte schamanische Reise zu Arianrhod und dem Rad der Zeit.

Arianrhod, die Hüterin des Silberrades, führt uns durch die Zeiten. Wir begegnen den Ahnen der Vergangenheit und empfangen ihre Weisheit. Danach reisen wir zu den Ahnen der Zukunft, zu jenen Menschen, die eines Tages auf dieser Erde leben werden. Von ihnen empfangen wir die Weisheit, die unsere Zeit braucht, damit Zukunft entstehen kann.

Im Zentrum des Rades, in seiner stillen Nabe, begegnen wir schließlich der konzentrierten Weisheit Arianrhods. Sie erscheint als ein leuchtender Same – ein Same der Weisheit, den jeder Teilnehmer empfängt und in sein Herz legt.

So wird das, was wir aus den Zeiten empfangen haben, nicht nur zu einer Erkenntnis, sondern zu einem inneren Samen, der in uns weiterwirken und in unserem Leben Wurzeln schlagen darf.

Gemeinsame Lieder begleiten uns durch das Ritual. Zum Abschluss verbinden wir uns noch einmal mit dem Gedanken, dass wir Teil einer großen Kette des Lebens sind: Kinder der Erde, Nachkommen der Ahnen und zugleich Vorfahren der kommenden Generationen.

Wir schließen das Ritual mit einer Spende für eine Schule in Nepal. Damit darf unsere Verbundenheit über den Kreis hinaus in die Welt wirken.

Mitbringen

  • einen oder zwei schöne Steine für die Ahnenehrung
  • ein Teelicht im Glas
  • Holz für das Feuer
  • Essen und Trinken für das gemeinsame Zusammensein
  • gerne Tee oder Punsch
  • eine Spende für die Schule in Nepal

Bitte warm und wetterfest kleiden, da das Ritual im Freien stattfindet.

Wir – das Ritualteam, diesmal mit Uschi, Wolfram und Erika – freuen uns auf einen besonderen Abend am Roßberg, an einer Schwelle zwischen den Zeiten, an der wir uns erinnern, lauschen und einen Samen für die Zukunft in unser Herz legen.